Müller WohnungsräumungenRäumungen für Verwaltungen

Aushang zur Räumung von Gemeinschaftsräumen

Bevor ein Veloraum oder Kellergang geräumt wird, sollten alle Bewohnerinnen und Bewohner Bescheid wissen. Eine Vorlage für den Aushang im Treppenhaus.

Stand29. Oktober 2026

FürVerwaltungen und Genossenschaften

Gemeinschaftsräume füllen sich langsam: ein Velo hier, ein Kinderwagen dort, Kisten im Kellergang. Irgendwann ist kein Platz mehr, Fluchtwege sind verstellt oder die Waschküche lässt sich kaum noch benutzen. Damit bei der Räumung niemand sein Eigentum verliert, kündigt die Verwaltung sie vorher an und gibt allen die Möglichkeit, ihre Sachen zu markieren oder mitzunehmen.

Warum eine Ankündigung wichtig ist

Auch ein altes Velo mit platten Reifen gehört jemandem. Wird es ohne Vorwarnung entsorgt, gibt es Ärger und im schlimmsten Fall Forderungen. Eine klare, gut sichtbare Ankündigung mit ausreichender Frist schützt alle: Die Bewohnerinnen und Bewohner können reagieren, und die Verwaltung kann später zeigen, dass sie rechtzeitig informiert hat. Ob für einzelne Gegenstände zusätzliche Abklärungen nötig sind, klären Sie im Zweifel mit Ihrer Rechtsberatung.

Was in den Aushang gehört

  • welche Räume geräumt werden
  • bis wann eigene Gegenstände markiert oder mitgenommen werden müssen
  • wie markiert wird, zum Beispiel mit einem Zettel mit Namen und Wohnungsnummer
  • an welchem Tag geräumt wird
  • was mit nicht markierten Gegenständen geschieht
  • wer bei Fragen Auskunft gibt

Vorlage zum Kopieren

Räumung von Veloraum und Kellergang

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner

Am [Datum] werden der Veloraum und der Kellergang der Liegenschaft [Adresse] geräumt. Bitte markieren Sie Ihre Velos, Kinderwagen und weiteren Gegenstände bis am [Datum] gut sichtbar mit Ihrem Namen und Ihrer Wohnungsnummer, oder nehmen Sie sie zu sich.

Alle Gegenstände, die am Räumungstag nicht markiert sind, werden entfernt. Brauchbares wird nach Möglichkeit an soziale Stellen weitergegeben.

Bei Fragen erreichen Sie uns unter [Telefon / E-Mail].

Freundliche Grüsse
[Verwaltung]

Die Frist

Wählen Sie die Frist so, dass auch Bewohnerinnen und Bewohner in den Ferien reagieren können. Viele Verwaltungen rechnen mit einigen Wochen und vermeiden die Sommer- und Weihnachtsferien. Hängen Sie den Aushang an allen Eingängen und im betroffenen Raum auf und fotografieren Sie ihn mit Datum. In grösseren Siedlungen hilft zusätzlich ein Brief oder eine Nachricht über die Kanäle, die Sie sonst für Mitteilungen verwenden.

Markieren, aber richtig

Am zuverlässigsten sind farbige Bänder oder Etiketten, die die Verwaltung im Treppenhaus auflegt. So sieht man am Räumungstag auf einen Blick, was bleibt. Ein Zettel mit Namen und Wohnungsnummer genügt ebenfalls, wenn er fest angebracht ist. Gegenstände von Personen, die bereits ausgezogen sind, werden meist nicht mehr markiert; über deren Verbleib entscheidet die Verwaltung.

Welche Räume sich eignen

  • Veloraum und Velokeller, auch Kinderwagen und Trottinette
  • Waschküche und Trockenraum
  • Kellergänge und gemeinsame Abstellräume
  • Estrichgänge und Dachböden ohne Abteile

Abteile, die zu einer bestimmten Wohnung gehören, werden nicht über einen Aushang geräumt. Sie sind Teil des Mietobjekts und werden bei einem Auszug mit der Wohnung zurückgegeben.

Fragen, die Bewohnerinnen und Bewohner oft stellen

«Mein Velo ist kaputt, aber ich will es behalten.»

Dann gehört es markiert wie jedes andere Velo. Ob ein Velo fahrtüchtig ist, spielt für die Räumung keine Rolle; entscheidend ist die Markierung.

«Ich bin während der Frist in den Ferien.»

Am besten melden sich Betroffene bei der Verwaltung, die eine Lösung findet, zum Beispiel eine Markierung durch Nachbarn oder eine kurze Verlängerung. Deshalb gehört eine Kontaktadresse in jeden Aushang.

«Was passiert mit den Sachen, die weggeräumt werden?»

Brauchbares geben wir nach Absprache an soziale Stellen weiter, der Rest wird getrennt und entsorgt. Wenn die Verwaltung bestimmte Gegenstände zunächst aufbewahren will, bleiben sie in der Liegenschaft; ein Lager haben wir nicht.

Brandschutz und Fluchtwege

Kellergänge, Treppenhäuser und Ausgänge dienen im Ernstfall als Fluchtwege. Möbel, Kartonstapel oder Velos, die dort abgestellt sind, behindern nicht nur den Alltag, sondern können auch die Feuerwehr aufhalten und zusätzliche Brandlast bilden. Für viele Verwaltungen ist das der wichtigste Grund, gemeinsame Räume regelmässig zu kontrollieren und zu räumen. Der Hinweis auf die Sicherheit macht einen Aushang zudem verständlicher als ein reiner Ordnungsappell.

Damit sich die Räume nicht wieder füllen

Nach einer Räumung bleiben Gemeinschaftsräume länger in Ordnung, wenn klare Regeln gelten. Bewährt haben sich eine Beschriftungspflicht für Velos und Kinderwagen in der Hausordnung, ein fester jährlicher Termin, an dem die Verwaltung unbeschriftete Gegenstände einsammeln lässt, und genug Platz für das, was tatsächlich gebraucht wird. Wo Abstellflächen fehlen, landen Möbel und Kisten fast zwangsläufig im Kellergang.

Hilfreich ist auch ein Hinweis beim Auszug: Wer die Wohnung abgibt, nimmt auch Velo, Kinderwagen und Wäscheständer aus den gemeinsamen Räumen mit. Steht das in der Checkliste, die Verwaltungen mit der Bestätigung der Kündigung verschicken, bleiben weniger herrenlose Gegenstände zurück.

Am Räumungstag

Wir räumen alle nicht markierten Gegenstände in den vereinbarten Räumen, geben Brauchbares nach Absprache an soziale Stellen weiter und bringen den Rest in die passende Entsorgung. Danach sind die Räume besenrein und wieder für alle nutzbar. Die Offerte erstellen wir pro Liegenschaft zum Fixpreis, die Rechnung geht an die Verwaltung oder Genossenschaft. Mehr unter Gemeinschaftsräume räumen.

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